Marjun Syderbø Kjelnæs nominiert für Literaturpreis des Nordischen Ministerrates

Die färöische Autorin Marjun Syderbø Kjelnæs wurde mit ihrem Roman Marta, Marta (Ungu Føroyar, 2024) für den Literaturpreis des Nordischen Rates 2026 nominiert.

Der Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt, in deren Mittelpunkt eine färöische Protagonistin steht: eine junge Frau, die Anfang der 1990er Jahre nach Israel reist, um in einem Kibbuz zu arbeiten, und ihr Alltag auf den heutigen Färöern, als nach dem Angriff vom 7. Oktober 2022 der Krieg zwischen Israel und Palästina ausbricht.

Die Nominierungsbegründung enthielt außerdem folgende Zeilen:

Das Buch behandelt ein politisch brisantes Thema, tut dies jedoch auf poetische und undramatische Weise, indem es sich auf Martas innere Entwicklung konzentriert. Auf seine eigene ruhige Art und Weise „zwingt“ das Buch seine Leser, die Welt zu betrachten und darüber nachzudenken, wie unsere Welten – die vielleicht weit voneinander entfernt zu sein scheinen – dennoch miteinander verbunden sind. Dazu zählt auch dass wir es unseren Mitmenschen schuldig sind, die Ereignisse mit offenen Augen zu betrachten und aktiv Stellung zu beziehen.

Hjartiliga tillukku, Marjun!

(Theresa Kohlbeck Jakobsen)