(Foto: Manuela Myszka)

Lyrikband von Nansý Sunadóttir neu erschienen

Vor wenigen Tagen fand im Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin ein Färöischer Lyrikabend statt. Im Rahmen einer Lesung wurden zwei neu erschienene Gedichtbände färöischer Autoren vorgestellt. 

Beinir Bergsson präsentierte „Sólgarðurin“ (Sonnengarten, 2021), das für den Literaturpreis des Nordischen Rates und den Prism Award nominiert ist. Bereits 2018 erhielt er den Ebba-Hentze-Preis, der jungen färöischen Schriftstellern mit außergewöhnlichem Talent verliehen wird. 

Nansý Sunadóttir las aus ihrem Band „Eg hvessi mær knívin, eg komi heim“ (ich schärfe mein Messer, ich kehre heim, 2024), der nun in deutscher Übersetzung erschienen ist. Es ist ihr erster Gedichtband, für den sie 2025 den Ebba-Hentze-Preis und 2026 den Thorvald Poulsen av Steinum-Preis erhielt. Mit ihrer ruhigen und unaufgeregten Sprache setzt sie einen kraftvollen Kontrast zu den dunklen Themen ihrer Gedichte. Der Band ist eine poetische Auseinandersetzung mit den unerfüllbaren Erwartungen, die die Gesellschaft an junge Frauen stellt, und er führt ohne Scham in die schwierigsten Phasen des Erwachsenwerdens. Es ist ein Werk, das schmerzhaft ehrlich, doch zugleich voller Schönheit ist. 

Die Gedichte von Beinir Bergsson und Nansý Sunadóttir wurden von Theresa Kohlbeck Jakobsen übersetzt, die auch die Lesung im Felleshus moderierte.

Der Band von Nansý Sunadóttir ist nun in der Übersetzung von Theresa Kohlbeck Jakobsen in der Parasitenpresse erschienen:
https://parasitenpresse.wordpress.com/2026/04/30/nansy-sunadottir-ich-scharfe-mein-messer-ich-kehre-heim/

Er kann beim Verlag direkt bestellt werden:

parasitenpresse, Richard-Wagner-Str. 18, 50674 Köln
https://parasitenpresse.wordpress.com/buchladen/

Nansý Sunadóttir: ich schärfe mein Messer, ich kehre heim. Gedichte aus dem Färöischen von Theresa Kohlbeck Jakobsen, 64 Seiten, Preis: 12,- €

(Manfred Schmid-Myszka)