Färöische Handballerinnen mit Platz 17 in der Endabrechnung
Für den färöischen Handball geht mit der Frauen-WM-Endrunde in Deutschland und den Niederlanden ein spektakuläres Jahr 2025 zu Ende. Das Damen-Nationalteam des HSF (Hondbóltssamband Føroya, färöischer Handballverband) hatte sich zum Staunen der Fachwelt [A] erstmals für die Endrunde der IHF-Handball-Weltmeisterschaften qualifiziert, die vom 26. November bis zum 14. Dezember in Deutschland und den Niederlanden stattfand. Spielorte waren Dortmund, Stuttgart, Trier, Rotterdam und ‘s-Hertogenbosch. Für das Team der Färöer standen in Gruppe D zunächst Spiele gegen Montenegro (27:32), Spanien (27:25) und Paraguay (36:25) auf dem Programm. Dies bedeutete den Einzug in die Hauptrunde. Dort kam es zu Spielen gegen Deutschland (26:36), Serbien (31:31) und Island (30:33). Das Unentschieden gegen Serbien war von einer hochdramatischen Schlussphase geprägt, bei welchem die Serbinnen eine 31:30-Führung sieben Sekunden vor der Sirene noch aus der Hand gaben. [B] Platz fünf in der Tabelle der Hauptrunde reichte jedoch nicht für den Einzug ins Viertelfinale, am Ende stand ein beachtenswerter 17. Platz unter den 32 teilnehmenden Nationen in den Statistiken [C]. Turniersieger wurde Norwegen, das sich im Finale am 3. Advent (14.12.2025 in Rotterdam) gegen Deutschland mit 33:30 durchsetzen konnte.
Herausragend auf internationalem Parkett aus HSF-Sicht war bereits das Abschneiden der Junioren gewesen: bei den IHF Men’s Junior World Championships im Sommer 2025 in Polen sicherten sie sich die Bronzemedaille durch einen 27:26-Sieg gegen Schweden.
Die färöischen Herren hatten eine WM-Teilnahme knapp verpasst: in der Qualifikation zum IHF-Turnier, das bereits im Januar und Februar 2025 in Kroatien, Dänemark und Norwegen stattgefunden hatte, hatte das HSF-Team im entscheidenden Spiel gegen Nordmazedonien knapp verloren und die Teilnahme verpasst.
Quellen: local.fo, sport1.de, hsf.fo.
[A] Local.fo
[B] Drama bei Handball-WM der Frauen! "Die sechs schlimmsten Sekunden in der Geschichte"
(Thomas Blaudeck)