Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V. http://www.faeroeer.eu de-de Riba:BusinessTalk GmbH j.bueck@redactionsbureau.de (Riba:BusinessTalk GmbH) Tue, 25 Aug 2020 18:11:22 +0200 Tue, 25 Aug 2020 18:11:22 +0200 Letzte Sprengung für neuen Hvalbatunnel News Item
ka - Der neue Hvalbatunnel, der den alten, einspurigen Tunnel zwischen Trongisvágur und Hvalba auf Suðuroy ersetzen soll, wird am 7. Juli durchgestochen.

Am Dienstag, 7. Juli um 16:25 Uhr wird die letzte Sprengung für den neuen Hvalbatunnel ausgelöst. Damit ist der neue, breitere Tunnel zwischen Trongisvágur und Hvalba durchgestochen und wird anschließend für den weiteren Ausbau vorbereitet.

Nach Angaben von Kringvarp wird der Tunnel im Februar 2021 seiner Bestimmung übergeben, ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Der neue, zweispurige Hvalbatunnel ersetzt den alten einspurigen Tunnel weiter oben am Berg.


3.7.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/durchstich-fuer-neuen-tunnel-am-7.-juli 32652Fri, 03 Jul 2020 00:00:00 +0200
Trom wird nun doch auf den Färöern aufgenommen News Item
ka - Die färöische Landesregierung konnte sich nun doch darauf verständigen, die erforderlichen 4 Millionen Dänische Kronen bereitzustellen, damit Trom auf den Färöern gedreht werden kann.

Zunächst konnte sich die Regierungskoalition nicht darauf einigen, die für die Filmaufnahmen der Krimireihe von Jógvan Isaksen auf den Färöern noch notwendigen 4 Millionen Dänische Kronen bereit zu stellen.

Daraufhin kündigte Produzent Jón Hammer an, den Film in Island einspielen zu lassen. Nach heftiger Kritik aus der Bevölkerung, der Tourismusindustrie sowie der Fernsehbranche konnte sich die Koalition der Landesregierung in Tórshavn darauf verständigen, das erforderliche Geld aus dem Haushalt zur Verfügung zu stellen. 2 Millionen Kronen dieses Jahr und 2 Millionen Kronen im nächsten Jahr.

Insgesamt werden mit Produktionskosten für die Krimireihe Trom in Höhe von 16 Millionen Dänischen Kronen gerechnet.


01.07.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/landesregierung-stellt-nun-doch-4-mio.-kronen-bereit 32651Wed, 01 Jul 2020 00:00:00 +0200
Trom wird nicht auf den Färöern aufgenommen News Item
Ein Nackenschlag für die färöische Filmindustrie: Das Flaggschiff, die Krimireihe Trom von Jógvan Isaksen, wird nicht auf den Färöern gedreht.


Drangarnir und blutgetränkte See, das alles sollte an Originallschauplätzen auf den Färöern gedreht werden, wie es im Drehbuch von Jógvan Isaksen steht. Doch daraus wird nichts.

Mangels politischer Unterstützung der färöischen Regierung, die kein Geld für die Finanzierung bereitstellen wollte, wird der färöiche Krimi nun auf Island gedreht, so Produzent Jón Hammer.

Der Film wird europaweit in die Wohnzimmer ausgestrahlt und wäre eine hervorragende Werbung für die Färöer gewesen. Der Deutsch-Französische Fernsehriese ZDF/Arte und der nordische Streamingdienst Viaplay haben Rechte an Trom gekauft.


24.06.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/krimireihe-von-jgvan-isaksen-wird-in-island-gespielt/ 32650Wed, 24 Jun 2020 00:00:00 +0200
ZDF kauft Krimireihe News Item
ka - Die Fernsehgruppe ZDF/Arte hat die färöische Krimireihe "Trom" gekauft und plant diese auf den Färöern zu verfilmen, wie Produzent Jón Hammer dem KVF mitteilte.



Damit stehen nun alle Türen offen, dass die färöische Krimireihe "Trom" verfilmt wird. Die Krimireihe "Trom" basiert auf Büchern von Jógvan Isaksen mit dem "Blaðmaður" (Journalist) und Privatdetektiv Hannis Martinsson.

Wenn die Reihe auf den Färöern aufgenommen wird, muss die Produktionsgesellschaft dieselben finanziellen Voraussetzungen für die Aufnahmen auf den Färöern erfüllen wie die Gesellschaft sie für die Aufnahmen in Island erfüllen muss.


28.05.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/jgvan-isaksen-krimis-werden-verfilmt/ 32649Thu, 28 May 2020 00:00:00 +0200
Kannst du sagen lebewohl News Item
Das Lied “Kanst tú siga farvæl”, welches Steintór Rasmussen im Jahr 1998 schrieb, ist nun ins Deutsche übersetzt worden. Asta Højgaard gibt dem Lied ihre Stimme.

"Kannst du sagen lebewohl" singt auf Deutsch die färöische Sängerin Asta Højgaard aus Klaksvík. Sie steht im Filmklipp beim Singen auf den Klippen uns lässt ihre Gedanken in die Ferne schweifen.

Ein melanchonisches Lied über persönliche Gedanken und Fernweh, die der 22-jährigen färöischen Sängerin in der Ferne wie in der Heimat wiederfahren sind.

Die Fragen sind die gleichen auf Deustch. "Kannst du sagen lebewohl; zu diesen trauten Wegen; die Welt in deine kleinen Füße legen".

Ingi Isaksen und Erik Biskopstø haben das Lied aufgenommen und die Musik dazu gespielt. Neben Asta singt Pætur við Keldu als Stimme und im Chor.

Petur M. Solmunde filmte, schnitt und setzte das Video so zusammen, wie es im unten stehenden Link auf YouTube gesehen werden kann.

Das Lied, "Kanst tú siga farvæl", schrieb Steintór Rasmussen im Jahr 1998. Ins Deutsche übersetzte Martin Schürholz.

Zum Lied: Kannst du sagen lebewohl


25.5.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/asta-hjgaard-singt-auf-deutsch/ 32648Mon, 25 May 2020 00:00:00 +0200
Färöer erklären sich frei von Corona News Item
Die zum dänischen Königreich gehörenden Färöer-Inseln sind offiziell coronafrei.

Es gebe keine aktiven Fälle mehr, teilte die Regierung mit. Die insgesamt 187 mit dem Coronavirus infizierten Menschen seien allesamt genesen. Todesfälle in Verbindung mit dem Virus hatte es auf der Inselgruppe im Nordatlantik nicht gegeben.


09.5.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/keine-aktiven-faelle-mehr/ 32647Sat, 09 May 2020 00:00:00 +0200
Lachszüchter auf den Färöern News Item
Hilfe im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus kommt bisweilen von unerwarteter Seite. Auf den Färöer-Inseln gründet der erfolgreiche Umgang mit der Krise in Erfahrungen aus der Lachszucht und im Geistesblitz eines Veterinärwissenschafters.

So allein und isoliert liegen die Färöer-Inseln in den Weiten des Nordatlantiks, dass man sich zunächst schlecht vorstellen kann, wie das neuartige Coronavirus sogar dorthin gelangen konnte. Doch weil es Flug- und Fährverbindungen gibt zum Mutterland Dänemark (von dessen Königreich die Färöer ein Teil sind, auch wenn sie eine fast vollständige Autonomie geniessen), hat es das Virus dennoch geschafft. Erstaunlicher als dieses Faktum ist indes, dass von den bis Ostern registrierten 184 Fällen (auf eine Bevölkerung von rund 50 000 Einwohnern) vorläufig kein einziger zu einem Tod führte und auch die Zahl der Hospitalisierungen sich bisher im niedrigen einstelligen Bereich bewegt.

Kaum ein europäisches Gebiet scheint es also besser verstanden zu haben, das Virus in den Griff zu bekommen, als gerade die Färöer. Ihre geografische Lage dürfte ein begünstigender Faktor sein, doch das grösste Verdienst kommt den hiesigen Lachszüchtern zu.
Menschen testen statt Fische

Das kam so: Aquakultur ist zusammen mit dem Hochsee-Fischfang seit Jahrzehnten der weitaus wichtigste Exportzweig der Inseln. Als um das Jahr 2000 die Lachszucht durch ein hochansteckendes Virus in ihrer nackten Existenz bedroht war, wurde deshalb eine extensive Labor-Infrastruktur aufgebaut, um die Fischbestände auf das Vorhandensein des sogenannten Isav-Erregers (Infectious salmon anaemic virus; ansteckende Lachs-Blutarmut) zu testen. Als nun in China die Coronavirus-Krise ausbrach, ahnte Debes Christiansen, der Chef des Referenzlabors für Fischkrankheiten in der färöischen Hauptstadt Torshavn, mit seinem auf Viruserkrankungen geschärften Blick sofort, was auf Europa zukommen könnte. Und er hatte einen Geistesblitz.

Christiansen kam auf die Idee, das Labor so umzurüsten, dass es für Sars-CoV-2-Tests eingesetzt werden könnte. Und er war weitsichtig genug, rechtzeitig die entsprechenden Materialien einzukaufen. Eigentlich sei es eine recht einfache Prozedur gewesen, wurde Christiansen von der Zeitung Guardian zitiert. Nun hat das Labor, sowohl materiell als auch personell, die Kapazität für die Durchführung und Analyse von bis zu 1000 Tests pro Tag.

Das Resultat von Christiansens Initiative: Rund 11% der gesamten Bevölkerung konnten bisher getestet werden, ein höherer Anteil als irgendwo sonst in der Welt. Alle Infektionsketten konnten samt Verdachtsfällen zurückverfolgt und Massnahmen zur Eindämmung der Weiterverbreitung ergriffen werden. Die Regierung half mit, indem sie beim Hauptspital in Torshavn eine Drive-in-Testanlage und beim Flughafen eine Quarantänestation einrichtete.
50 Kilometer

Entscheidend für den Erfolg der Färöer bei der Seuchenbekämpfung waren laut Kristina Hafoss, einer färöischen Parlamentarierin, die Existenz eines eigenen Labors und der damit verbundene Zeitgewinn. Hätten die Proben nach Dänemark zur Analyse gesendet werden müssen, wären entscheidende Tage verstrichen, und die Strategie zur Bekämpfung des Virus hätte kaum in ihrer bestehenden Form umgesetzt werden können.
Auch die Aquakultur kann sich freuen

Ausserdem stellt nun die grosse Anzahl von Testresultaten einen wertvollen Datensatz für die Wissenschaft dar. Ein Forschungsinstitut in Torshavn begann bereits zu ermitteln, wie sich das Virus in der Gesellschaft bewegt. Dafür wurde finanzielle Unterstützung aus Dänemark zugesagt, und auch aus Brüssel könnten Mittel fliessen.

Standen die Lachszüchter am Anfang dieser erstaunlichen Geschichte, so ist es gut möglich, dass für sie schliesslich nicht nur Dank und Ruhm, sondern auch eine willkommene materielle Dividende herausschauen wird. Denn die Branche könnte ihrerseits von Erfahrungen profitieren, die aus der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus gewonnen werden. So schrieb das Fachmagazin Fish Farmer, neu entwickelte Corona-Schnelltests liessen sich möglicherweise für eine ganze Reihe von Fischkrankheiten adaptieren. Wenn einem Betrieb, der mit einer Infektion kämpfe, Resultate innerhalb von Minuten statt Tagen vorlägen, könne ein Fischbestand weit eher gerettet werden.


13.4.2020


Dieser Artikel von Rudolf Hermann ist am 12.4.2020 unter dem Titel "Die Lachszüchter von den Färöern sind heimliche Stars der Corona-Bekämpfung" in der "Neuen Züricher Zeitung" erschienen. Link: https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-lachszuechter-von-den-faeroeern-sind-heimliche-stars-der-corona-bekaempfung-ld.1551228]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/die-heimliche-stars-der-corona-bekaempfung/ 32646Mon, 13 Apr 2020 00:00:00 +0200
22-jähriger Klaksvíkinger als Lebensretter News Item
Der 22-jährige Färinger Hans Berg H. aus Klaksvík war im August dieses Jahres in Spanien zu Besuch bei seinem Vater Meinhard H., der in in La Marina bei Alicante wohnt. Hans Berg und seine Freundin Sólrun L. verbrachten ihre Sommerferien in seiner Wohnung.

Vor vielen Jahren ließen mein Vater und meine Mutter sich scheiden, sagt Hans Berg. Ich wohne bei meiner Mutter in Klaksvík, wo sie zusammen mit ihrem neuen Mann wohnt, besuche meinen Vater in Spanien aber so oft wie möglich. Weihnachten feiere ich meist dort und auch in den Herbstferien bin ich oft in dem kleinen Ort am Mittelmeer. Die Sommer verbringe ich eigentlich immer in La Marina. Mein Vater ist nicht immer zu Hause, wenn ich da bin. Er ist Seemann und ist oft in USA wo er als Kapitän eines großen Kreuzfahrtschiffes meist in der Karibik unterwegs ist.

Im Meer schwimmen

Im Sommer ist es sehr warm in Spanien. Sehr oft 30 bis 35°C. Meine Freundin und ich verbrachten unsere Sommerferien im August dieses Jahres in La Marina bei Alicante in der Wohnung meines Vaters. Dieser Sommer machte keine Ausnahme, es war unglaublich warm als wir da waren.

Wir verbrachten viel Zeit am Strand und an diesem Tag, worüber wir gerade sprechen, war es ein gewöhnlicher Sommertag. Es war unerträglich heiß. Sólrun genießt es immer, in der Sonne zu liegen, aber das ist gar nicht mein Ding. Ich ging lieber schwimmen um mich ein wenig abzukühlen.

Am Badestrand ist ein Turm von wo aus die Lebensretter den Strandabschnitt bewachen. Dann und wann gibt es sehr starke Strömung am Strand. Um auf die Strömungen aufmerksam zu machen, werden Flaggen am Turm gehießt. Grün für keine Strömung, gelb für mäßige Strömung und rot für starke Strömung. Obwohl vor dem Strand anhand von Schildern auf die Flaggen und auf die gefährlichen Strömungen hingewiesen wird, gehen die Leute trotz roter Flagge im Meer schwimmen.

An diesem Tag war eine starke Strömung und die rote Flagge flatterte an dem Turm im Wind. Ich hatte Spaß am Schwimmen in den Wellen, im Rauschen der Wellen und in den Strömungen. Für mich ist die Strömung kein Problem, obwohl ich kein Eliteschwimmer bin.

Es war irgendwie merkwürdig

Nach einer halben Stunde schwimmen entschied ich wieder an Land zu gehen. Da merkte ich auf einmal, dass die Strömung mich gepackt hatte. Jedes Mal, wenn eine Welle kam, ging ich Richtung Land, doch im Wellental zog mich der Unterstrom wieder nach draußen. Ich musste mit allen meinen Kräften schwimmen um gegen die Strömung in den Wellentälern anzukommen. Die Strömung war ungemein stark an diesem Tag. Während des Schwimmens kam ich an einem Mann vorbei, der ein wenig sonderbar aussah. Er lag auf dem Rücken und plantschte mit den Händen, während die Wellen ihn überspülten. Es kam mir ein wenig merkwürdig vor und so beschloss ich um ihn herum zu schwimmen um die Situation genauer zu prüfen.

Dann hörte ich ihn drei Mal den Nahmen Elena rufen. Sie schwamm offenbar auch hier draußen in der Strömung. Außerdem rief er drei Mal ein Wort, das ich nicht verstand. Ich schwamm zu ihm hinüber und fragte ihn auf Englisch, ob er Hilfe bräuchte. Er verstand mich aber nicht, weshalb ich ihm die Hand reichte. Er fasste sie sofort und ich verstand, dass der Mann sich in Not befand.

Guter Rat ist teuer

Ich legte meine Arme um ihn herum und versuchte mit ihm an Land zu schwimmen. Aber das war gar nicht so leicht getan wie gesagt. Jedes Mal, wenn eine Welle uns in Richtung Strand drückte, zog uns der Unterstrom des folgenden Wellentales in die entgegengesetzte Richtung, bevor dann die nächste Welle kam.

Nun war guter Rat teuer. Ich bin von Natur ein wenig ungeduldig. Nur nicht übereilen dachte ich, was aber sollte ich tun? Ich dachte einen Moment nach. Ich wusste, dass wenn ich mich von ihm losmachte, dann war er verloren. In dieser ernsten Situation war es mir eine große Hilfe, dass ich einmal einen Sicherheitskurs in der Navigationsschule in Klaksvík gemacht hatte. Keine Panik also.

Zu nichts mehr fähig

Wo wir schwammen, konnten wir nicht stehen. Ich beschloss, den Mann mit mir von den Wellen Richtung Strand treiben zu lassen und in den Wellentälern, wenn uns die Unterströmung erfasste, gegen die Strömung anzuschwimmen. So konnte uns die Strömung nicht so weit heraus ziehen und ich hatte eine kurze Verschnaufpause, während wir von den Wellen in Richtung Strand getragen wurden. Wie gedacht, so getan. Und es funktionierte. Allmählich kamen wir dem Strand immer näher.

Als wir so nah an den Strand gekommen waren, dass ich stehen konnte, stieß ich mich in den Wellentälern mit den Füßen in Richtung Strand. Der Mann war zu nichts mehr fähig, sagte nichts, und hing nur in meinen Armen. Weiter oben am Strand, stützte er sich aber dann mit den Füßen ab.

Schließlich konnte er endlich selbst gehen. Ich drehte ich mich um und sah seine Frau, etwa an der Stelle wo wir zuvor schwammen. Ich ließ den Mann los, weil er sich offensichtlich nun selbst weiter helfen konnte. Ich schwamm zu ihr hin, legte meine Arme um sie und schwamm mir ihr zurück zum Strand. Das war eine erheblich leichtere Aufgabe, denn sie war nicht so schwer wie ihr Mann. Aber sie konnte nicht einmal schwimmen; also musste ich sie den ganzen Weg alleine schwimmen. Später erzählte sie mir, dass sie überhaupt nicht schwimmen könne, versuchte aber aus Liebe zu ihrem Mann ihm zu helfen. Er hatte ein schwaches Herz und sie glaubte, dass er Herzprobleme hatte und deswegen nach ihr rief. Von der gefährlichen und starken Strömung an dem Strand wusste sie nichts.

“Danke” war das einzige Wort

Die Frau war also auch im Wasser während ihr Ehemann draußen schwamm. Sie konnte aber nicht schwimmen, nur waten. Als sie aber dann ihren Mann in Not sah, versuchte sie ihm zur Hilfe zu kommen, watete dann aber zu weit hinaus.

Während wir beide gut in Richtung Strand voran kamen, verlor sie ihre Sonnenbrille. Also tauchte ich für sie hinunter, um die Sonnenbrille wieder hoch zu holen. Ich zog sie den ganzen Weg zum Strand schwimmend und obwohl wir uns in den Wellentälern hätten abstoßen können, benutzten wir die Beine nicht, sondern schwammen. Ich brachte sie bis zu ihrem Mann am Strand. Sie schien dort ein bisschen verwirrt zu sein und wusste nicht wohin. Die beiden sagten nichts zueinander, saßen nur dort und schwiegen. “Danke” sagte der Mann dann, das war das einzige. Mehr Kommunikation zwischen uns gab es in dem Moment nicht.

Ich ging zu Sólrun rüber, die ein wenig abseits von den Deutschen saß. Sólrun hatte nicht gesehen was passiert war, bekam aber mit, wie ich mit einer Dame an der Hand aus dem Wasser an den Strand kam. Sie dachte erst, ich hätte der Dame schwimmen beigebracht oder so etwas.

Das Ehepaar saß nach wie vor am Strand und redete noch immer nicht miteinander. Sólrun sagte zu mir, ich könnte ihnen etwas Wasser bringen. Das tat ich, aber wegen Sprachbarriere redeten wir nicht miteinander. Sie schluckten das Wasser und sagten “alles gut”. Sie fragten wie ich heiße, was ich ihnen dann auch verriet.

Du hast Leben gerettet

Ich gehe nach Sólrun, und ein wenig später standen die Deutschen auf und gingen dorthin, wo ihre Sachen lagen. Dann bemerken sie, wo wir saßen, und beide kamen zu uns und begrüßten auch Sólrun. Sie sahen sehr gerührt aus und hatten Tränen in den Augen.

Nachdem sie gegangen waren sagte Sólrun, „du hast wirklich ihr Leben gerettet“. Danach habe ich mich schlafen gelegt und durchlebte das gerade erlebte noch einmal im Traum. Etwa zwei Stunden später bemerke ich, dass jemand den Namen Hans sagte und mich berührte. Ich dachte es war Sólrun, aber es war Elena. Sie hatte eine Weinflasche für uns mitgebracht und gab mir einen Zettel, worauf etwas geschrieben stand. Sie redete und redete, aber wir verstehen so gut wie nichts. Ich sagte zu Sólrun, dass wir versuchen müssen, sie später zu kontaktieren. Auf dem Zettel standen sowohl die Namen, die Adresse als auch die Telefonnummer des Ehepaares.

Kurze Zeit später machten wir uns auf den Weg nach Hause. Auf dem Heimweg sagte Sólrun irgendwann zu mir, dass sie meint verstanden zu haben, dass die Deutschen in ein paar Stunden nach Deutschland zurückreisen würden.

Zu Besuch bei ihnen

An diesem Abend hatten wir vor, in einem Restaurant essen zu gehen. Ich wollte, da wir ja jetzt die Adresse von den beiden Deutschen hatten und sie bei uns ganz in der Nähe wohnten, bei den beiden vorbeischauen und gucken, wie es ihnen geht. Als wir an der Adresse ankamen, meinte ich, den Mann entdeckt zu haben. Wir hatten sofort eine enge Verbindung zueinander. Elena sah uns und kam sofort zu uns herübergelaufen und umarmte mich und Sólrun. Auch der Mann schüttelte uns die Hände uns war außerordentlich dankbar uns gegenüber.

Ein Engel von den Färöern

Sie luden uns ein, obwohl sie gerade am packen waren für die Heimreise. Elena nannte mich immer “ihr Kind”. Sie war so unglaublich freundlich und wollte alles für uns tun. „Bei uns seid ihr immer willkommen“, „unser Haus ist jetzt euer Haus“, wiederholte sie. Nach all der Begrüßung und Freude vertiefte sich das Gespräch. Die Frau erzählte, dass sie viel über das Ereignis nachgedacht habe. Darüber, was passiert war, und wäre ich nicht gekommen, hätte sie ihren Sohn wohl nie wiedergesehen. Sie erzählte, dass viele Leute am Strand waren, als sie in Not waren. Niemand aber kam ihnen zur Hilfe, außer ein Engel von den Färöern. Du bist gekommen und hast uns gerettet.

Wir zeigten ihnen die Färöer auf der Karte. Sie wiederholte anschließend immer wieder, dass dieser Engel von so weit her gekommen war und genau in dem Moment, als sie und ihr Mann im Wasser Hilfe brauchten, an der richtigen Stelle war.

Reger Austausch

Seitdem halten wir über Internet sehr engen Kontakt zueinander. Anfangs schrieb sie, dass sie ihrer Mutter und der Familie von dem Vorfall nichts erzählt habe. Aus Angst, es würde sie zu sehr belasten. Aber ihr Sohn hat die Geschichte dann erzählt. Sie schrieb, dass wenn sie das nächste Mal in Spanien sind, den Schlüssel von ihrem Haus beim Nachbar abgeben würden, sodass Sólrun und ich oder meine Eltern immer in ihren Haus wohnen können, wenn wir wollten.

Neuer Geburtstag 29. August

In einer anderen E-Mail schreibt Elena, dass sie in zwei Tagen 54 wird und ihr Ehemann schon 67 ist und im Ruhestand ist. Ihr Mann möchte aber nicht zu Hause sitzen, weshalb er jeden Tag im Krankenhaus als Koch arbeitet. Dort arbeite sie auch als Krankenschwester. Sie wohnen zwischen Frankfurt am Main und Köln. Sie haben uns zu sich nach Deutschland eingeladen und sie versprachen uns, uns vom Flughafen abzuholen, wenn wir kommen.

Der Vorfall ereignete sich in La Marina in Spanien am 29. August dieses Jahres. Elena schrieb in einer der E-Mails, dass der 29. Augst jetzt jedes Jahr als neuer Geburtstag von ihr und ihrem Mann Paul gefeiert werden wird.


Aus dem Färöischen
von Klaus Averberg



Der Bericht Bjargaði manni og konu hansara úr vanda fyri at drukna við baðistrond erschien auf in der Zeitung Norðlýsið am 3. Oktober 2018

Die DFF-Redaktion dankt Norðlýsið-Redaktion für die Erlaubnis, die deutsche Übersetzung zu veröffentlichen.


28.03.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/faeringer-rettet-deutsches-ehepaar-vor-dem-ertrinken-im-mittelmeer/ 32644Sat, 28 Mar 2020 00:00:00 +0100
Schneewinter und Orkannächte News Item
Langsam legen sich die Inseln das weiße Kleid an, das Land verfällt ins kollektive Abwarten, weil es draußen ohne hin nicht mehr möglich ist, irgendwo hin zu kommen. Autos sind eingeschneit, Straßen sind gesperrt und der Flugverkehr ist eingestellt. Frieden legt sich über Land und Volk. Es ist nichts anderes zu tun. Es wird Zeit, es sich zu Hause gemütlich zu machen.

In der warmen Stube in Hattarvík, einem kleinen Dorf auf der abgeschiedenen Insel Fugloy, sitzt Hanus und denkt an vergangene Tage. Die Gedanken wandern in die Schneewinter alter Tage, als noch alles daran gesetzt wurde, jeden von den Füßen zu holen. Jetzt ist die Tochter Jóhanna erwachsen und hat den Hof übernommen. Die Sorge Jóhannas gilt den Schafen, wo es jetzt so anhaltend lange schneit, während er sich erinnert...

Es war der Winter 1947 und es lag seit zwei Monaten ununterbrochen Schnee, seit dem ersten Februar und den ganzen März. Das Wetter war gut, aber es lag dermaßen viel Schnee, dass die Schafe in die Schuppen geholt werden mussten. Überall war es voll von Schafen, ob im Keller oder im Bootshaus. Wo auch nur Platz für die Vierbeiner war, waren sie in diesem Winter zu finden. In diesem Winter bauten die Männer im Dorf, vor allem die jüngeren, ein großes Schneeschiff am Hof uppi í Húsi. Sie rollten große Schneebälle für den Bau und verwendeten einen Treibholzstamm als Masten. Damals wohnten noch viele Menschen im Dorf und es war richtig gesellig.

Weniger schön war es 1962, als sieben Schafe im Schnee starben. Das gleiche passierte noch einmal im Jahr 1979, erzählt Hanus und wischt den Tau am Küchenfenster weg. Aber man sieht draußen nichts, der Frost hat auf der Außenseite vom Fenster tausende kleine Frostkristalle entstehen lassen.

1979 war es wie jetzt, der Schnee kam mit voller Wucht und es schien, als würde es überhaupt nicht mehr aufhören wollen. Es schneite anhaltend, mehrere Tage. Und wir versuchten alles, was wir konnten, um die eingeschneiten Schafe zu bergen. Aber der Schnee war so tief, dass wir Schaufeln mitnehmen mussten, um die Schafe überhaupt finden zu können. Dann gruben wir die Schafe, die wir fanden, frei und es war erstaunlich, wie viele Schafe unter dem Schnee noch am Leben waren. Viele der Schafe waren bereits seit mehreren Tagen eingeschneit.

Es ist gut, dass die Schafe jetzt so nah bei den Häusern sind, sagt Jóhanna, die sich an Ereignisse in ihrer Kindheit noch gut erinnern kann, als die Schneestürme ihr Unheil trieben.

Einmal, Ende der 80er Jahre oder Anfang der 90er Jahre war die Sorge groß. Damals kam der inzwischen verstorbene Priester aus Viðareiði, Erland Beder, einige Tage vor Weihnachten zu uns, erzählt Jóhanna. Er feierte Weihnachten zusammen mit uns, hielt den Gottesdienst in Hattarvík am Mittag des ersten Weihnachtstages und sollte am Abend des gleichen Tages den Gottesdienst in der Kirche von Kirkja halten. In der Nacht hatte es viel geschneit und mein Papa, der Küster in der Kirche war und gleichzeitig der Zuständige von LV für die Schneeräumung auf der Insel war, wollte den Priester rüber nach Kirkja fahren.

Die beiden stiegen in die Schneefräse und gruben sich einen Weg rüber nach Kirkja. Es dauerte mehrere Stunden und inzwischen wurde es spät, als sie noch immer oberhalb von Kirkja waren. Die beiden waren sich irgendwann einig, dass es so zu lange dauerte und der Priester schneller zu Fuß unten in Kirkja wäre. Gesagt, getan und der Priester ging durch den tiefen Schnee hinunter nach Kirkja. Das klappte auch und der Priester kam gut im Dorf an.

So endete dieser Winterabend in Hattarvík. Drinnen war es warm und gemütlich, aber der Wind schien nicht abnehmen zu wollen, wie vorhergesagt.

Und Jóhanna erinnert sich noch an das Weihnachtsunwetter 1988, obwohl sie damals gerade einmal vier Jahre alt war. Viele der Erwachsenen aus Hattarvík und Kirkja waren an diesem Abend in der Schule in Hattarvík. Marianna Debes Dahl unterrichtete Englisch. Anschließend kamen alle zu uns in die Útistova um Färöischen Tanz zu tanzen, erzählt Jóhanna. In dem Winter fand das so einmal die Woche statt. Ich hatte an diesem Abend richtig Spaß daran und tanzte auch mit. Das war der Abend, als meine Freude am Färöischen Tanz geboren war. Aber dieser Abend war ein bisschen anders wie die anderen Abende. Der Wind nahm an Stärke zu und wir hörten früher als sonst auf zu tanzen. Die Leute aus Kirkja gingen wieder rüber, noch bevor sich das Wetter weiter verschlechterte. Und die Nachbarn aus Hattarvík gingen ebenfalls nach Hause. An schlafen war aber nicht zu denken. Wir waren alle in der Küche, trauten uns nicht nach oben zu gehen zum schlafen.

Papa und ein paar andere Männer waren draußen und meinten, sie müssten sich an einem Seil am Haus festbinden, damit sie nicht davon geweht werden. Als Papa wieder rein kam, war seine Mütze weg. Die konnte man am Kinn festbinden, und dennoch ist sie raus in die Bucht geweht worden.

Das Wetter verschlechterte sich weiter. Ich erinnere mich noch daran, wie alles bebte und vibrierte. Ein unheimliches Geklirr kam aus dem Schrank mit den Tellern und Tassen. Einige Figuren in der Küche fingen von selbst an zu wandern und zerschellten auf dem Boden. Hier konnten wir nichts anderes machen als mitten auf dem Fußboden zu sitzen. Das Sofa stellten wir vor die Speisekammertür weil diese durch den Druck immer von selbst aufging. Auf einmal erschrak uns ein unheimliches Poltern und Donnern oben vom Dach her. Es war unser Schuppen, der über das Haus geweht wurde und einige Teile kamen durch das Dach und schlugen so ein Loch hinein. Zum Glück blieben alle Fenster heil.

Am Tag danach, als das Wetter wieder besser war, gingen wir bei Tageslicht raus um zu sehen, was der Wind in der vergangenen Nacht angerichtet hatte. Die Körper (der geschlachteten Tiere, Anm. d. Red.), die im Schuppen hingen, lagen verteilt im Dorf und unten im Bach. Ja, das war ein Ereignis, an das ich mich noch sehr gut dran erinnere, obwohl ich damals noch so jung war.

Es klopft an der Tür. Es ist ein Nachbar. Er hat Neuigkeiten vom Wetter. Er ging durch das Dorf und klopfte an alle Türen, wo an diesem Winterabend in Hattarvík noch Licht in den Häusern zu sehen war. Jóhanna setzt den Kessel noch einmal auf und das Gespräch geht um Schnee, Wind und die großen Schneewehen, die überall entstanden sind. Vielleicht gibt es noch richtig viel Schnee.


Aus dem Färöischen
von Klaus Averberg



Der Bericht Kavanætur og ódnarnætur erschien in der Zeitschrift Glóðin, Ausgabe Nr. 35, 2015, S. 10/11, herausgegeben von Útoyggjafelagið, Syðrugøta

Die DFF-Redaktion dankt der Redaktion des Útoyggjafelags für die Erlaubnis, die deutsche Übersetzung zu veröffentlichen.


28.03.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/wintererlebnisse-von-fugloy/ 32645Sat, 28 Mar 2020 00:00:00 +0100
WortSpiel: Nobert B. Vogt: 1395 km² unbekannte Literatur News Item
ka - Norbert B. Vogt ist ein ausgewiesener Kenner der färöischen Literaturszene und ermöglicht an diesem Abend einen wohl einmaligen Einblick in die färöische Sprache und Literatur.

Wann: Di, 5. Mai 2020, 19:00 Uhr
Wo: Offenburg, Volkshochschule Saal 102, Amand-Goegg-Straße 2
77654 Offenburg


Die Färöer, ein Archipel
von 18 Inseln im Nordatlantik,
sind mit ihren gut
52.000 Einwohnern eine
der kleinsten Nationen der
Welt. Und doch verfügen
sie nicht nur über eine
hoch entwickelte Volkswirtschaft
und einen sehr
hohen Lebensstandard,
sondern auch über eine reiche
und differenzierte Kultur,
in der die Literatur eine
besondere Rolle spielt. Da die Färöer als Nation und noch
mehr ihre Literatur in Deutschland kaum bekannt sind,
erkundet dieser Vortrag die färöische Sprache und Literatur
in ihrer Entwicklung hin zu ihrer heutigen Vielgestaltigkeit
und Farbigkeit. Er beleuchtet den Zusammenhang
zwischen Sprache, Literatur und nationaler Entwicklung.
Die im 19. Jahrhundert erlangte eigene Schriftsprache
war nicht nur die elementare Basis der Schaffung einer färöischen Literatur, sie schuf bei den Färingern auch das
Bewusstsein einer eigenen Identität und damit den immer
stärker werdenden Wunsch nach Selbständigkeit bis zur
Erlangung der Autonomie von Dänemark 1948. Man darf
davon ausgehen, dass die färöische Literatur die vermutlich
wichtigste Voraussetzung für die Entstehung und
Konsolidierung der färöischen Nation war. Um das Bild
rund zu machen, werden wir überdies einen intensiven
Blick auf die Verlagslandschaft, den Buchhandel, das Bibliothekswesen
und die Literaturpreise der Färöer werfen.
Norbert B. Vogt ist ein ausgewiesener Kenner der färöischen
Literaturszene und ermöglicht an diesem Abend
einen wohl einmaligen Einblick in die färöische Sprache
und Literatur.

Moderation: Constanze Armbrecht
Veranstalter: Volkshochschule / Stadtbibliothek
Vorverkauf: 6,- e / 4,- e (ermäßigt)
Volkshochschule/ Buchhandlung Roth
Abendkasse: 8,- e / 6,- e (ermäßigt)
Quelle: Veranstalter


15.03.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/einblicke-und-entdeckungen-um-die-faeroeer-inseln-und-ihre-literatur/ 32643Sun, 15 Mar 2020 00:00:00 +0100
Färöerkrimi "Nordgewitter" News Item
Ausgerechnet Anne stolpert am frühen Morgen nach dem Olavsfest, das jedes Jahr Ende Juli in Thorshavn stattfindet, über die Leiche der neugewählten Bürgermeisterin. Zusammen mit ihren Färinger Kollegen stößt sie schnell auf Ungereimtheiten im Leben der jungen Frau.

Und während sich über dem Nordatlantik ein Unwetter zusammenbraut, gerät in Kiel eine Studentin in die Gewalt des Entführers, vor dem Anne so weit in den Norden geflüchtet ist.

Nordgewitter
... und wieder ist Mord!
ISBN 978395840950-7

Die Lesung findet statt am 23. März um 18.00 Uhr
Gaststätte Bürgerkrug Diebecker
Ferdinandstr. 18
44536 Lünen Brambauer

Eine weitere Lesung ist in Lübeck geplant, hierfür stehen die Daten jedoch noch nicht fest.


12.03.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/lesung-von-annelie-wiefel-aus-ihren-neuen-faeroeerkrimi/ 32642Thu, 12 Mar 2020 00:00:00 +0100
Neuer Passagierrekord am Flughafen News Item
ka - Der färöische Flughafen hat 2019 erneut einen Passagierrekord aufgestellt und soll nach Plänen der Flughafenleitung schnellst möglich ausgebaut werden.

Im Jahr 2019 wurde erstmals der Wohnsitz der Reisenden für die Statistik erfasst. 47% der Reisenden kamen aus dem Ausland, 53% der Reisenden waren Färinger, wohnhaft auf den Färöern oder im Ausland.

Im vergangenen Jahr reisten insgesamt 424.281 Peronen über den Flughafen Vágar. Das ist gegenüber 2018 eine Steigerung von 12,3%.

Der ganzjährige Flugbetrieb von SAS auf der Linie Färöer - Kopenhagen hat laut "Vága Floghavn" keine Auswirkung auf die Passagierzahlen von Atlantic Airways gehabt. Das erweiterte Angebot hat für eine weitere Zunahme der Passagierzahlen gesorgt.

Laut Regin I. Jacobsen, seit dem 1. Dezember 2019 neuer Chef des Flughafen Vágars, setzt die Zunahme an Übernachtungsmöglichkeiten auf den Färöern den Flughafen unter Druck. Dieser müssen schnellstmöglich ausgebaut werden um die zusätzlichen Kapazitäten in Zukunft aufnehmen zu können.


13.02.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/ausbau-soll-schnellst-moeglich-erfolgen/ 32628Thu, 13 Feb 2020 00:00:00 +0100
Fortschritt beim Sandoytunnel News Item
ka - Die Bohrarbeiten im Sandoytunnel kommen gut voran und liegen derzeit gut im Zeitplan. Der Tunnel soll 2023 Sandoy mit Streymoy und Tórshavn verbinden.

Am 27. Januar 2020 waren 2.566 m gebohrt, von insgesamt 10.785 m. Damit liegt der Tunnelbau bisher voll im Zeitplan.

Auf Streymoyer Seite sind bereits 1.107 m gebohrt und befinden sich die Arbeiten inzwischen in einer Tiefe von 42,7 m unter dem Meeresspiegel.

Auf Sanoyer Seite sind 1.459 m gebohrt. Dabei wird unter Sandoy mittlerweile auf 7,8 m unterhalb des Meeresspiegels gebohrt.

Die Bauarbeiten am Sandoytunnel begannen 2018 und werden noch bis 2023 dauern, dann wird der Tunnel die Insel Sandoy mit Streymoy und damit nahezu direkt mit Tórshavn verbinden.


30.01.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/mehr-als-25-kilometer-tunnel-fertig/ 32610Thu, 30 Jan 2020 00:00:00 +0100
Nationalitätsabhängige Preise nach Mykines News Item
ka – Gleich zwei Änderungen wird es dieses Jahr auf der Mykineslinie geben. Zum einen zahlen Ausländer in Zukunft mehr als Färinger, zum anderen wird die Fährsaison ab diesem Jahr verlängert.

Auf Beschluss des Lögtinges gibt es dieses Jahr folgenreiche Änderungen für die Mykineslinie. Die erste Änderung betrifft die Preisliste. Die Einwohner Mykines‘ zahlen für die Fährfahrt 20,00 DKK und damit erheblich weniger als Nicht-Insulaner, eine auch in Mitteleuropa auf kleinen Inseln übliche Praxis.

Weiter besagt der Beschluss, dass Färinger (wohnhaft auf den Färöern, ausschließlich Mykines) mit Beginn der Fährsaison 2020 nur noch 60,00 DKK zahlen müssen. Personen, die ihren dauerhaften Aufenthaltsort nicht auf den Färöern angemeldet haben, zahlen 100,00 DKK. Laut Lögtingsbeschluss verkauft die färöische Nahverkehrsgesellschaft Strandfaraskip Landsins jedoch nur Fahrkarten zu 100,00 DKK. Personen mit dauerhaftem Wohnsitz auf den Färöern können später gegen Vorlage der Quittung den Differenzbetrag von 40,00 DKK zurückerstattet bekommen.

Diese Ausländer und damit Touristen diskriminierende Preisgestaltung erinnert stark an die bayerischen Pläne zur Autobahnmaut in Deutschland, bei dem zunächst alle die Maut zahlen sollten, die in Deutschland gemeldeten Autofahrer jedoch die Mautkosten mit der Kfz-Steuer verrechnet bekommen sollten. Ein nach EU-Recht Ausländer diskriminierender und damit ungültiger Beschluss, der schließlich die geplante Autobahnmaut in Deutschland zu Fall brachte. Da die Färöer zwar Teil des Königreiches Dänemark sind, aber nicht zur EU gehören, gilt das EU-Recht auf den Färöern nicht.

Ein zweiter Beschluss dürfte für die Natur auf Mykines schwerwiegende und alles andere als positive Folgen haben: Die Fährsaison in Zukunft um zwei Monate verlängert. Statt wie bisher von Mai bis August wird die Jósup in Zukunft von April bis September zwischen Sørvágur und Mykines pendeln. Aufgrund des Neubaus eines Ersatzschiffes, welches im Juni in Dienst gestellt wird, wird die Jósup ab dann nicht mehr als Ersatzschiff benötigt und kann damit schon im diesen Jahr bis September die Mykineslinie bedienen. Die Fährsaison 2020 wird noch wie gewohnt im Mai beginnen, dann aber bis Ende September laufen. Im Jahr 2021 soll die Fährsaison dann bereits Anfang April starten und bis Ende September gehen.

Damit kommen ab 2021 an bis zu 60 Tagen länger als bisher täglich bis zu 88 Personen pro Schiffsverbindung auf die Insel. Vor dem Hintergrund, dass der Wanderweg nach Mykineshólmur aufgrund der Folgen der Überlastung 2018 Anfang August und 2019 bereits Mitte Juli für Wanderer gesperrt wurde, ist der Sinn dieses Beschlusses sehr fraglich.


29.01.2020]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/ausweitung-der-faehrsaison-um-zwei-monate/ 32609Wed, 29 Jan 2020 00:00:00 +0100
Färöische Musik in Deutschland News Item
ka - Für Anfang des Jahres 2020 haben sich zwei färöische Musikgruppen in Deutschland angekündigt. Zum einen kommt die Heavy Metal Band Týr zu einem Konzert und Kristian Blak kommt mit weiteren Musikern zu einer Deutschlandtournee auf den Kontinent.

Im Rahmen des Festivals "Wacken Winter Night 2020" tritt am 15.02.2010 die Heavy Metal Band Týr auf.

www.wacken-winter-nights.com


Kristian Blak geht mit Vera Kondrateva, Heðin Ziska Davidsen und Mikael Blak auf Deutschlandtournee.​

17. Januar: Berlin (DE), Kulturhaus Spandau 20.00 www.kulturhaus-spandau.de

18. Januar: Dresden (DE), Dreikönigskirche 20.00 www.mzdw.de

19. Januar: Ofterdingen (DE), Zehntscheuer 18.00

21. Januar: Linz (A), Smaragd Club 20.00 https://www.ccsmaragd.at

22. Januar: Passau (DE), Café Museum 20.00 https://www.cafe-museum.de

23. Januar: Nürtingen (DE), Alte Seegrasspinnerei 20.00 www.seegrasspinnerei.de]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/tr-und-kristian-blak-co.-kommen-nach-deutschland 32590Fri, 13 Dec 2019 00:00:00 +0100
Hat China die Färöer-Inseln erpresst? News Item
Es ist ein dubioser Vorgang: Bei einem geheimen Treffen soll Chinas Botschafter in Dänemark gegenüber dem färöischen Politiker Bárður Nielsen eine folgenreiche Drohung ausgesprochen haben.

Pekings Top-Diplomat Feng Tie verlangte offenbar die Unterzeichnung eines 5G-Vertrags zwischen den Faröer-Inseln und dem chinesischen Handy-Riesen Huawei – anderenfalls würde durch die chinesische Regierung ein wichtiges Handelsabkommen gekippt. Das berichtet die dänische Zeitung „Berlingske“. Das Blatt beruft sich dabei auf als geheim deklarierte Gesprächsaufzeichnungen von der Zusammenkunft.

Demnach soll Feng Tie bei dem Treffen mit Nielsen und weiteren Spitzenbeamten der Färöer-Inseln am 11. November deutlich gemacht haben, dass der färöische Telekommunikationsbetreiber Føroya Tele dem Bau eines 5G-Netzes durch Huawei zustimmen solle. Für diesen Fall stellte der Botschafter ein Freihandelsabkommen zwischen China und dem dänischen Archipel in Aussicht. Dabei geht es offenbar vor allem um wachsende Lachsexporte der Färöer nach China.

Die Enthüllung um den vermeintlichen Erpressungsversuch ist auch insofern brisant, als dass Huawei bisher immer betont hatte, unabhängig vom chinesischen Staat zu operieren. Die Mitschnitte nähren nun aber den Verdacht, die chinesische Regierung könnte den Zugang zu seinen Märkten mit der Vergabe von Aufträgen für 5GNetze in Europa durch Huawei verknüpfen. Die chinesische Botschaft wollte sich bisher nicht dazu äußern. Und bei Huawei teilte man mit, man habe keine Kenntnis von dem Treffen.

Insulaner bleiben hart

Die Färöer wollen sich offenbar nicht einschüchtern lassen. Aus den Aufzeichnungen soll hervorgehen, dass Nielsen den chinesischen Botschafter wissen ließ, dass weder er noch die Inselregierung in das Auswahlverfahren für den 5G-Netzvertrag eingreifen würden. Die Färinger bilden wie die Grönländer eine „gleichberechtigte Nation“innerhalb des Königreichs Dänemark. Sie haben ein eigenes Parlament und sind weitgehend autonom.

Die dänische Regierung will sich nicht in den Konflikt einmischen: Nach Meinung von Premierministerin Mette Frederiksen sollen die Färöer selbst darüber bestimmen, ob Huawei mit dem Bau des 5GMobilnetzes beauftragt wird. Allerdings soll das Verteidigungsministerium davon abgeraten haben, Huawei auszuwählen. Auch die USA sind gegenüber dem Telekomriesen äußerst skeptisch eingestellt. Die US-Regierung unterstellte bereits Spionage und drängt ihre Verbündeten, beim Ausbau ihrer Netze auf den superschnellen 5G-Standard auf Ausrüstung aus China zu verzichten.


Rheiderland Zeitung, 13.12.2019, S. 12]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/botschafter-soll-handelsabkommen-an-5g-auftrag-fuer-huawei-geknuepft-haben/ 32589Fri, 13 Dec 2019 00:00:00 +0100
Wieder "Closed for maintenance" News Item
ka - Nach einem weiteren Jahr großen Touristenzustroms müssen die Färöer wieder einmal "wegen Wartungsarbeiten" geschlossen werden. Das passiert vom 15. - 17. April 2020.

Nach 10% Wachstum an Besuchern im Vergleich zum Vorjahr, die ihre Spuren in der färöischen Landschaft hinterlassen haben, müssen die Färöer wieder "für Reparaturen schließen".

Das erfolgreiche Tourismuskonzept "Closed for maintenance" von Visit Faroe Islands findet nach dem mehr als erfolgreichen Start im Jahr 2019 im nächsten Jahr seine Fortsetzung. Und auch in diesem Jahr kann sich Visit Faroe Islands nicht vor Bewerbungen retten. Es kamen fast 6.000 Bewerbungen aus 95 Ländern!

Insgesmat kamen 5.886 Bewerbungen an, davon 510 alleine aus dem Vereinigten Königreich. Aber es gab auch Bewerbungen aus weit entfernten Ländern, wie Simbabwe, Venezuela und Taiwan.

Im Jahr 2020 werden 14 populäre Touristenziele auf den Inseln "gewartet", 100 Teilnehmer werden aus den Bewerbern ausgewählt. Diese haben nur die Anreise auf die Färöer zu zahlen, den Rest übernimmt Visit Faroe Islands.]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/die-faeroeer-muessen-wieder-repariert-werden/ 32588Fri, 06 Dec 2019 00:00:00 +0100
Brexit bringt UK und Färöer zusammen News Item
Die Ministerpräsidenten des Vereinigten Königreichs und der Färöer, Boris Johnson und Bárður á Steig Nielsen, haben sich am 7. November bei einem Treffen in der Downing Street Nummer 10 darauf geeinigt, den Handel und die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu stärken.

Laut Ministerpräsident Nielsen eröffnet der Brexit neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Es sei wichtig, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen und alle Wege ausloten, um die bestmöglichen Beziehungen zu gewährleisten. Das Treffen mit Premierminister Johnson ist laut dem färöischen Ministerpräsident ein klares Zeichen dafür, dass die britische Regierung die Zusammenarbeit mit den Färöern schätzt. "Ich bin zuversichtlich, dass die Färöer engere Handelsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich aufbauen werden, wenn der Brexit vollzogen ist, sagte Bárður á Steig Nielsen “

Ministerpräsident Nielsen machte auf dem Treffen deutlich, dass die Färöer die bestehenden bilateralen Handelsbeziehungen ausweiten möchten. Die Diskussion betraf auch die Zusammenarbeit einer Reihe von Branchen, einschließlich Fischerei, Energie und Dienstleistungen.

Nielsen nutzte die Gelegenheit, um Premierminister Boris Johnson zu einem Besuch auf die Färöer einzuladen, wenn sich im nächsten Jahr die Besetzung der Färöer durch die britische Armee zum 75. Mal jährt.


12.11.2019]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/brur-steig-nielsen-besucht-boris-johnson1/ 32586Tue, 12 Nov 2019 00:00:00 +0100
Brexit bringt UK und Färöer zusammen News Item
Die Ministerpräsidenten des Vereinigten Königreichs und der Färöer, Boris Johnson und Bárður á Steig Nielsen, haben sich am 7. November bei einem Treffen in der Downing Street Nummer 10 darauf geeinigt, den Handel und die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu stärken.

Laut Ministerpräsident Nielsen eröffnet der Brexit neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Es sei wichtig, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen und alle Wege ausloten, um die bestmöglichen Beziehungen zu gewährleisten. Das Treffen mit Premierminister Johnson ist laut dem färöischen Ministerpräsident ein klares Zeichen dafür, dass die britische Regierung die Zusammenarbeit mit den Färöern schätzt. "Ich bin zuversichtlich, dass die Färöer engere Handelsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich aufbauen werden, wenn der Brexit vollzogen ist, sagte Bárður á Steig Nielsen “

Ministerpräsident Nielsen machte auf dem Treffen deutlich, dass die Färöer die bestehenden bilateralen Handelsbeziehungen ausweiten möchten. Die Diskussion betraf auch die Zusammenarbeit einer Reihe von Branchen, einschließlich Fischerei, Energie und Dienstleistungen.

Nielsen nutzte die Gelegenheit, um Premierminister Boris Johnson zu einem Besuch auf die Färöer einzuladen, wenn sich im nächsten Jahr die Besetzung der Färöer durch die britische Armee zum 75. Mal jährt.


12.11.2019]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/brur-steig-nielsen-besucht-boris-johnson/ 32585Tue, 12 Nov 2019 00:00:00 +0100
Geiselnahme auf Nólsoy News Item
ka - Die Einwohner Nólsoys blockierten ab Sonntag Nachmittag für fünf Stunden die Ternan und hinderten sie am anlegen und auslaufen. Erst am späten Abend wurde die Ternan wieder aus dem Hafen gelassen.

Als am Sonntag gegen 17 Uhr die Fähre Ternan aus Tórshavn kommend in Nólsoy anlegte, war der Hafen ungewöhnlich gut besucht. Doch es stellte sich beim Anlegen für die Besatzung und die Passagiere schnell heraus, dass es sich dabei nicht um Passagiere handelte, sondern um Demonstranten.

Mit einem quer auf die Anlegebrücke gestellten Trecker mit Anhänger verhinderten die Demonstranten ein anlegen der Fähre, mit einem rot-weißem Seil wurde die Hafeneinfahrt abgesperrt und so die Fähre auch am Auslaufen gehindert. Damit auch dem letzten klar wurde, worum es hier geht, wurden an der Hafeneinfahrt rechts und links Piratenflaggen gehießt. Zusätzlich wurde die Ternan von findigen Seeleuten gut im Hafen vertäut, womit die SSL-Fähre endgültig in den Händen der Insulaner war.

Protestiert wurde auf diese Weise dagegen, dass die Ternan ab Montag auf der Sandoylinie die Teistin ersetzen soll, die für gut drei Wochen ins Dock geht.

Erst nach eintreffen der Polizei wurde die Ternan gegen 22 Uhr wieder freigegeben. Auch sorgte die Polizei dafür, dass die Fahrgäste die Fähre noch verlassen konnten und die Fahrgäste nach Tórshavn die Fähre besteigen konnten. Die Strandfaraskip Landsins wollte zunächst weder Fahrgäste von Bord, noch an Bord lassen. Die auf der Ternan für fünf Stunden festsitzenden Passagiere und Besatzung wurden von den Nólsoyern während des Protestes mit mit heißer Suppe versorgt.

Am Montag fuhr SSL aus Protest und wegen angeblicher Sicherheitsbedenken erst gar nicht nach Nólsoy. Am Dienstag wurde der Fährbetrieb mit der Jósup wieder aufgenommen. Die Ternan fährt wie geplant für die Teistin auf der Sandoylinie.

Der Protest der Nólsoyer richtet sich dagegen, das die Ternan zu allen Zeiten bei Bedarf auf der Sandoylinie aushelfen muss, während sich die Nólsoyer während der Zeit mit einer Personenfähre begnügen müssen.


04.09.2019]]>
http://www.faeroeer.eu/de/pressbox/insulaner-legen-ternan-fest/ 32526Wed, 04 Sep 2019 00:00:00 +0200