Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Schwerer Orkan fegt über die Färöer

Tórshavn für sechs Stunden ohne Strom

Am Sonntag zog ein schwerer Orkan über die Färöer. Windmessstationen der SEV an den Windrädern auf des Neshaga registrierten eine Windböe von 80 m/s.

Verschneite Landschaft am Beinisvørð (Foto: Klaus Averberg)Verschneite Landschaft am Beinisvørð (Foto: Klaus Averberg)

Über die Färöer zieht derzeit ein Sturmtief nach dem anderen. Immer wieder sind unter den Sturmtiefs auch Orkantiefs mit Windgeschwindigkeiten von zum Teil deutlich über 118 km/h. Dieses Wetter ist für die Färöer in dieser Jahreszeit jedoch nicht besonders außergewöhnlich.

Am Sonntag Nachmittag brach jedoch ein besonders heftiger Orkan über die Färöer herein. Es wurden Windböen von weit über 200 km/h gemessen. An den Windrädern der SEV auf der Neshaga oberhalb von Runavík wurde am Sonntag um 18:40 Uhr mit 80 m/s die stärkste Windböe dieses Orkans gemessen, das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 288 km/h. Um 17:40 Uhr wurde auf der Húshaga oberhalb von Tórshavn eine Böe von 60 m/s (216 km/h) gemessen.

Zwischen 16 und 20 Uhr lag die mittlere Windgeschwindigkeit auf der Neshaga bei 42 m/s (151 km/h), auf der Húshaga bei 41 m/s (148 km/h). Diese Werte geben die mittlere Windgeschwindigkeit über einen 10 Minutenzeitraum wieder.

Seit Wochen fallen immer wieder Fahrten der Smyril zwischen Suðuroy und Tórshavn aus. Dies führte in den vergangenen 2 Wochen sogar dazu, dass das Thema im Lögting behandelt wurde. Es wurde die Frage aufgeworfen, warum die Smyril eigentlich nur Tórshavn anlaufen kann, währen die viel größere Norröna auch andere Häfen ansteuern kann. Die Fahrgäste wünschen sich für solche Wetterlagen einen Ausweichhafen, Runavík bot sich daraufhin an, die Smyril bei Sturmwetterlagen aufzunehmen. Der Anleger in Sund ist bei den Betrachtungen durchgefallen, zu kurz ist die Anlegestelle zum Festmachen des Schiffes. Eine Entscheidung über einen Ausweichhafen ist bisher noch nicht gefallen.

Doch nach wie vor fallen reihenweise Fahrten der Smyril aus und die verärgerten Passagiere, die stundenlang unverrichteter Dinge wieder zurück nach Tvøroyri fahren müssen, fragen sich, warum zum Teufel die Smyril nicht einfach in Runavík, Kollafjørður oder Gamlarætt anlegen kann.

Die Smyrilpassagiere werden sich in Geduld üben müssen, denn auch für den Rest der Woche ist keine Besserung in Sicht. Zwar werden derartige Windgeschwindigkeiten wie vom Sonntag erstmal nicht mehr erreicht, doch muss auch in den nächsten Tagen mit Windstärke 7, in Böen bis 11 gerechnet werden. Spannend wird es noch mal ab Mittwoch Abend, wenn der nächste Orkan Kurs auf die Färöer nimmt. Am Donnerstag morgen werden wieder Windgeschwindigkeiten von 70 km/h und Böen bis 150 km/h erwartet. Anschließend beruhigt sich das Wetter ein wenig bei Windgeschwindigkeiten zwischen 30 und 70 km/h.

Der erster Trend zu Weihnachten:

Am Heiligabend soll es zum Nachmittag aufklaren bei 7 bis 14 m/s Wind aus Südwest und +3 Grad.

Am ersten Weihnachtstag hauptsächlich klar und trocken. Der Wind dreht auf Norden und es wird langsam kühler.

Spannend wird es am 2. Weihnachtstag, es stellt sich eine Nordwindwetterlage mit sinkenden Temperaturen ein.

  • Pressemitteilung
  • Zeichenanzahl: 3.159
  • Anhänge: JPG
Bilder zum Download:
Verwandte Themen