Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Ehefrau darf nicht auf die Färöer

Scheinehe wird vermutet

mh - Der größte Fehler, den die 25-jährige Constance Kesseh aus Ghana gemacht hätte, sei, dass sie einen viel zu alten Färinger geheiratet hat. Das meinte angeblich die Ausländerbehörde, die ihr und ihrem Ehemann, Kári við Rættará die Familienzusammenführung verweigert.

Constance und Kári wird eine Scheinehe vorgeworfen  (Bild: www.in.fo)Constance und Kári wird eine Scheinehe vorgeworfen (Bild: www.in.fo)

Unter anderem mit der Begründung, dass der Altersunterschied zwischen den beiden zu groß sei. Der andere Grund, weshalb der Einreiseantrag abgelehnt wurde, ist, dass sie bereits nach zwei Tagen, nachdem sie sich kennengelernt hatten, im Januar letzten Jahres geheiratet hatten. Der dritte Grund wäre, dass sie nicht miteinander kommunizieren könnten, denn er ist Färinger und sie aus Ghana. Dass beide in der Schule Englisch hatten, würde nicht zählen.

Die Ausländerbehörde geht von einer Scheinehe aus und verweigert deshalb Constance die Aufenthaltserlaubnis.
Kári við Rættará weist es ausdrücklich zurück. Ihm würde unterstellt werden, dass er Geld für die Ehe und Einreise bekommen hätte.

Constance Kesseh war bereits auf den Färöern, als sie aufgefordert wurde, ihre Sachen zu packen und innerhalb von 15 Tagen das Land zu verlassen. Nun ist sie wieder in Ghana und wartet.

Für den Ehemann Kári ist klar, dass die Gründe für den großen Altersunterscheid, und dass sie bereits nach zwei Tagen geheiratet hätten, vorgeschoben seien. Die Behörde hätte nicht genug getan, um die Umstände der beiden zu untersuchen, weder in Ghana noch auf den Färöern. Alle, die die beiden kennen würden, wüssten, wie sehr sie sich liebten, und dass sie den Rest ihres Lebens zusammen leben wollten. Leider wäre diese Möglichkeit jetzt den beiden genommen worden, sagte ein enttäuschter Kári.


14.02.2017

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