Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Deutsches Spionageschiff auf den Färöern

Grund des Besuches war zunächst unbekannt

mh -Seit Donnerstag, den 2. März 2017, lag ein Schiff der deutschen Marine am Kai von Kollafjørður. Es sei nicht in militärischer Mission auf die Färöer gekommen, jedoch wisse man nicht den Grund, weshalb es hier ist, sagte Per Højgaard Jensen, Oberster von Arktisk Kommando.

Die deutsche Marine besuchte die Färöer. Der Grund war zunächst unbekannt (Bild: kvf.fo; Eyðun Waagstein)Die deutsche Marine besuchte die Färöer. Der Grund war zunächst unbekannt (Bild: kvf.fo; Eyðun Waagstein)

Man wollte dennoch genau überprüfen, weshalb es hier ist. Auch Faroe Agency, die Agentur, die sich um Schiffe kümmert, die färöische Gewässer betreten, hatte keine Informationen, was das Schiff auf den Färöer macht.

Bei dem Schiff vom Typ Oker A53 soll es sich um ein Schulschiff mit 21 Lehrlingen der Armee handeln. Laut Arktisk Kommando besucht das Schulschiff die Färöer wie es andere Schulschiffe auch regelmäßig tun. Ob dieses Fahrzeug schon früher auf den Färöern war, ist Per Højgaard Jensen nicht bekannt.

Bei dem Schiff, das bis zum 6. März im Kollafjørður lag, handelte es sich um den Typ Oker A53, eins von drei Schiffen, die die deutsche Armee zwischen 1986 und 1989 in Flensburg zu dem Zweck gebaut hat, um russische Schiffe auszuspionieren. Es hat eine Länge von 83,5 Meter, ist 14,6 Meter breit und hat eine Geschwindigkeit von 21 Knoten.

Das Arktisk Kommando ist ein Zusammenschluss der färöischen und grönländischen Marine zu Verteidigungszwecken. Es untersteht der dänischen Verteidigung. Seine primäre Aufgabe in Friedenszeiten ist, die Souveränität der Reichsgemeinschaft zu sichern und die Gewässer um die Färöer und Grönland zu überwachen.


18.03.2017

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