Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Kein Vogelfang auf Nólsoy

Bestand soll sich erholen

mh - Die letzten Jahre waren Papageitaucher auf Nólsoy nicht geschützt und durften gefangen werden. Für dieses Jahr wurde beschlossen, dass keine Papageitaucher in Urðin auf Nólsoy gejagt werden dürfen. Damit folgt Nólsoy Skúvoy und Mykines, wo diese Vögel auch geschützt sind.

Werden diese beiden es dieses Jahr schaffen, ihr Junges groß zu ziehen? (Bild: www.in.fo)Werden diese beiden es dieses Jahr schaffen, ihr Junges groß zu ziehen? (Bild: www.in.fo)

Im Jahre 1997 reiste eine Gruppe Forscher für einen Monat nach Nólsoy, und wohnte mehr oder weniger in Urðin. Damals schätzte der Biologe Lech Stempniewicz den Bestand der Papageitaucher auf 35.000 bis 50.000 Paare. Nach knapp 20 Jahren soll es laut Information auf der Webseite von Jens-Kjeld Jensen, www.Jenskjeld.info, nur noch rund 5.000 bis 10.000 Paare auf Nólsoy geben. Das ist ein Rückgang von fast 80%.

Auf der Webseite wird jedoch nicht erwähnt, wer die Schätzung für 2018 vorgenommen hat, noch worauf sich diese Schätzung ansonsten bezieht. Sicher ist nur, dass natürlich nicht nur der Vogelfang den Bestand reduziert, sondern es auch andere Ursachen dafür gibt.

Doch wenn wir uns im schlimmste Fall vorstellen, dass die meisten Jungen dieses Alkvogels aus dem letzten Jahr im Winter geschossen worden wären, und der Vogelfang danach erlaubt wurde, wäre der Rückgang viel schneller gegangen. Auf Jens-Kjelds Webseite wird schließlich darauf hingewiesen, wie erfreulich es doch wäre, wenn diejenigen, die Papageitaucher jagen, auch daran denken würden, sie zu schützen.

In.fo kann noch hinzufügen, dass die Jagdsaison auf Nólsoy gewöhnlich am 2. Juli begann, doch Papageitaucher dort seit mehreren Jahren nicht gejagt wurden, obwohl der Vogelfang auf der Insel nicht verboten war.


08.07.2018

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