Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.

Norrøna fährt ganzjährig von Hirtshals

Bekanntmachung der SmyrilLine

Am 1. September 2010 gab das Management der Smyril Line bekannt, dass ihr Flaggschiff, die Nordatlantik-Fähre Norrøna, ab Anfang Oktober 2010 ganzjährig von Hirtshals in Nord-jütland aus operieren wird.

Norröna Norröna

Die färöische Reedereigesellschaft gibt für den Entschluss, die beiden bisherigen Hafenstand-orte Hanstholm (Sommerhafen) und Esbjerg (Winterhafen) aufzugeben und ganzjährig in das weiter nördlich gelegene Hirtshals umzuzie-hen, folgende Gründe an:
- der Hafen von Hirtshals ist größer als der in Hanstholm und in allen Wetterlagen besser ge-eignet
- die Verkehrsanbindung der Stadt Hirtshals ist besser als die von Hanstholm, da sie über die Autobahn und auch mit dem Zug leichter zu er-reichen ist als Hanstholm und Esbjerg
- die Verbindungen nach Norwegen werden verbessert. Die norwegischen Fährgesellschaf-ten Color Line und Fjord Line verbinden Hirts-hals mit dem norwegischen Festland und er-schließen daher eine bessere Verbindung für Skandinavienreisende
- die Überfahrtszeit zwischen den Färöern und Dänemark verkürzt sich in der Winterzeit um ca. 3 Stunden und schlägt sich in einer Verrin-gerung der Treibstoffkosten nieder.

Nach dem aktuellen Fahrplan der Norrøna läuft die Fähre im Zeitraum Januar bis (10.) Juni samstags um 15.00 Uhr in Hirtshals aus und er-reicht Tórshavn am folgenden Montag um 5.00 Uhr morgens. In der Hochsaison (11. Juni bis 26. August) wurde die Abfahrtszeit auf 15.30 Uhr, die Ankunftszeit auf 21.30 Uhr am Sonn-tagabend festgelegt. Der erhebliche Zeitunter-schied von 8 Stunden ist darauf zurückzufüh-ren, dass das Schiff außerhalb der Hauptsaison aus drei Gründen wesentlich langsamer fährt: Zum ersten wird dadurch viel Treibstoff einge-spart, ein angesichts der stets sehr unbefriedi-genden Auslastung der groß geratenen Fähre in den Wintermonaten nicht unwichtiges Argu-ment für die Reederei, zum zweiten wird den rauheren Wetterverhältnissen in den Wintermo-naten Rechnung getragen, zum dritten befährt die Fähre nur in der Hochsaison zweimal pro Woche die Route von Hirtshals nach Tórshavn. Die Hanstholmer Hafenverwaltung ist über die Entscheidung ihres ehemaligen färöischen Part-ners sicher nicht entzückt. Nach den bisher vor-liegenden Informationen plant der Hafen Hanst-holm bis 2015 einen umfassenden Um- und Ausbau seiner Liege- und Abfertigungskapazi-täten. Angesichts dieser Pläne schließt die Smy-ril Line eine Revision ihrer Entscheidung für Hirtshals in fernerer Zukunft nicht völlig aus.

nbv


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