Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Puk Damsgård auf den Färöern

Bekannte dänische Journalistin nimmt Auszeit vom Krieg

mh - Puk Damsgård arbeitet als Journalistin für den Nahen Osten einer dänischen Zeitung und lebt seit einigen Jahren in Kairo. Davor lebte sie längere Zeit in Afghanistan. Sie berichtet regelmäßig aus Kriegsgebieten und hat darüber mehrere Bücher geschrieben.

Puk Damsgård besuchte die Färöer (Bild: dimma.fo)Puk Damsgård besuchte die Färöer (Bild: dimma.fo)

So schrieb sie u.a. das Buch „Ser du månen, Daniel“, über einen jungen idealistischen Dänen, der nach Syrien reiste und dort von Terroristen entführt wurde und gegen ein hohes Lösegeld freikam. Im Buch „Hvor solen græder“ berichtet sie über ihre Erfahrungen in Syrien, wo sie sich mehrmals heimlich hineinschmuggeln ließ.

Auf die Frage, weshalb sie die Färöer gewählt hat, erklärte sie, dass es zeitweise gut sei, von der ganzen Unruhe und dem Chaos in Kairo wegzukommen.

„In Kairo leben 20 Millionen Menschen, es ist eine phantastische Stadt, aber auch sehr laut und voll. Deshalb brauchte ich ein wenig Natur und einen Ort, wo ich nicht ständig Menschen treffe, wo ich herumwandern kann, und die einzigen Wesen, die ich treffe, Schafe sind.“

Puk Damsgård war vorher noch nie auf den Färöern gewesen, aber sie hat von vielen gehört, wie phantastisch diese Inseln seien.

„Als ich die Wahl zwischen Island und den Färöern hatte, entschied ich mich für die Färöer. Die Färöer sind ausgesprochen schön und etwas Besonderes. Es ist ein Ort, wo es immer friedlich ist und die Luft frisch. Nun wohne ich auch in einer sehr verschmutzten Stadt, und es ist phantastisch, hierher zu kommen, wo die Häuser Grasdächer haben, und ich merke, dass die Leute hier ein anderes Tempo haben.“

Es ist diese besondere, ruhige Lage, die Puk Damsgård von ihrer dänischen Heimat in Südseeland kennt.
„Sobald man aus einer Großstadt kommt, ist alles ruhiger, und ich brauchte einfach diese Ruhe. Es ist schön, hier zu sein, wir fühlen uns willkommen.“

Puk erzählt, dass sie und ihr Mann durch Zufall in ein kleines Dorf kamen, das aus 2-3 Häusern bestand. Die Familie war beim Schafe scheren, und sie sahen einfach nur zu und konnten sehen, wie es vor sich ging. Die ganze Familie arbeitete, hatte diese wunderbare Aussicht und schor Schafe.

Wie erwähnt, lebt Puk Damsgård in Kairo und berichtet aus Kriegsgebieten. Sie wird gefragt, wie es sei, nach Dänemark und auf die Färöer zu kommen, wo die Menschen einen gewissen Abstand vom Krieg haben.

„Es ist schön und etwas, das ich brauche. Für mich ist es besonders gut, hinaus in die Landschaft zu gehen, wo ich auch die Situation von außen betrachten kann. Gleichzeitig ist es besonders wichtig zu sehen, was die Dänen denken, wenn sie an den Nahen Osten denken.“


30.7.2018

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