Høvuðoggjar (Die Hauptinseln) Streymoy und Eysturoy

Høvuðoggjar (Die Hauptinseln) Streymoy und Eysturoy


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Im Süden der Insel Streymoy liegt die Hauptstadt Tórshavn mit ungefähr 18.000 Einwohnern. Die kleinste Hauptstadt der Welt – wie Tórshavn oft genannt wird – ist Zentrum des kulturellen Lebens auf den Färöern. Hier legt auch die Norröna an, die Fähre von Dänemark, Island, Norwegen und den Shetlandinseln. Im Mai 2003 gab es eine neue Norröna, die dem aktuellen Verkehrsaufkommen, aber auch dem Nordatlantik gerecht wird.

Durch das neue Fährschiff, welches in Lübeck gebaut wurde, hat sich auch die Fahrzeit von 36 auf 32 Stunden reduziert. Die alte Fähre wurde 1973 eigentlich für den Ostseefährbetrieb in Rendsburg gebaut, wurde aber von der Smyril-Line 1983 für den Fährbetrieb zwischen Dänemark und den Färöern gekauft.

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Der Regierungssitz des „Føroyar Løgting“ liegt auf der Halbinsel Tinganes, ein kleiner mit Holzhäusern (mit Grasdächern) bebauter Felsvorsprung im Hafen von Tórshavn.

Im nordischen Haus (Norðurlandahúsið) ist das Kulturzentrum der Inseln. Es wurde 1983 eingeweiht und ist eine architektonische Besonderheit. Es weißt sowohl moderne Architektur, wie eine große Glasfront auf, als auch traditionelle Architektur, die man am besten am Grasdach erklären kann.

Gegenüber von Tórshavn liegt die Inseln Nólsoy. Auf der kleinen Insel wohnen 264 Menschen, die täglich 2- bis 3-mal mit dem Postschiff „Ternan“ mit Tórshavn verbunden ist. Das Dorf Nólsoy liegt auf einer kleinen Landenge unterhalb des 372 m hohen Eggjarklettur, der den Hauptteil der Insel im Süden des Dorfes einnimmt. Im Norden befindet sich eine relativ flache Feldmark, wo die Bauern ihre Wiesen haben. Auf Nólsoy lebt die größte Sturmschwalbenkolonie der Welt.

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Im Norden der Insel Streymoy liegt der kleine Ort Saksun. Von Hvalvík aus fährt man 10 km durch ein einsames Tal, vorbei am Saksunvatn, einem beliebten Angelsee, in den kleinen beschaulichen Ort. Saksun liegt direkt an der Lagune Pollur, die von hohen und fast senkrecht abfallenden Steilwänden umgeben ist.

Der kleine Bach Geldingará sucht sich von den Bergen über die Steilhänge seinen Weg ins Meer. In Saksun gibt es den Dúvugarðar, ein alter erhaltener Bauernhof, der die Lebensverhältnisse auf den Färöern vom Mittelalter bis ins letzte Jahrhundert dokumentiert. Die Dächer des idyllischen Dörfchens sind allesamt mit Gras bewachsen. Dadurch, dass Saksun nicht am offenen Meer liegt, sondern an einer Lagune, die durch einen schmalen, mit hohen Felswänden begrenztem Durchlass mit dem Atlantik verbunden ist, hat das Dorf einen ganz anderen Charakter als die anderen Dörfer, die, bis auf eines, alle am Atlantik oder an einem der Fjorde liegen.
Auf der zweiten Hauptinsel, der Insel Eysturoy, erheben sich im Norden die höchsten Berge der Färöer. Östlich der Ortschaft Eiði erhebt sich der Slættaratindur, der mit 882 m der höchste Berg der Inselgruppe ist. Am Fuß des Berges führt die kleine Straße von Eiði nach Gjógv und Funningur über den Eiðiskarð, den mit 400 m höchsten Straßenpass der Färöer.

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Nördlich von Eiði und des 352 m hohen Eiðskollur stehen 2 schlanke Felsen im Wasser. Es sind Risin und Kellingin, der Riese und die Trollfrau. Der Sage nach waren das in früher Vorzeit 2 Trolle von Island, die versuchten, die Färöer durch das Nordmeer nach Island zu holen. Dies musste allerdings bei Nacht geschehen, denn die Wesen haben bekanntlich das Tageslicht zu meiden. Also machten sie sich an die Arbeit. Während Kellingin sich daran machte, die Inseln mit dem Seil festzuknoten, versuchte Risin die Inseln zu ziehen. Durch die anstrengende Arbeit vergaßen die beiden die Zeit, wurden von der Dämmerung überrascht und versteinerten.
Einmal erzählte sein Vater seinem Sohn dies als Gutenachtgeschichte. Als er fertig war und sich aufmachte, auf Zehenspitzen aus dem Zimmer zu schleichen, denn der Sohnemann schlief schon, hörte er ihn plötzlich antworten:“ Schade dass die Sonne aufging.“ Die Mutter des Kindes kam nämlich aus Island. Diese Begebenheit erschien später als kleines Buch.